Radieschen fermentieren

Schon unsere Omas wussten es ganz genau: Fermentiertes Gemüse ist nicht nur länger haltbar, sondern auch noch ganz besonders gesund. Nutze die Radieschenzeit, um ein paar der kleinen Vitaminbomben für später zu konservieren.

Fermentierte Radieschen in einem Drahtbügelglas, vor einer verwitterten Holzwand

Radieschen: Ein unterschätztes Gemüse

Wenn im Frühjahr die ersten Radieschen aus der Erde schauen, ist das mehrfach Grund zur Freude: Denn Radieschen sind nicht nur unter den ersten frischen Gemüseboten, wenn die neue Gartensaison beginnt, sondern sind auch noch besonders gesund.

So enthält die Untergattung des Garten-Rettichs reichlich Vitamin C, Folsäure und Kalium. Verantwortlich für den typischen Geschmack und die leichte Schärfe sind Senföle. Sie sorgen auch dafür, dass unser Stoffwechsel beim Verzehr ordentlich angekurbelt wird. Zudem sind Radieschen relativ kalorienarm. Ihr unverwechselbarer Geschmackt macht Radieschen auch zum idealen Fermentier-Gemüse.

Warum Radieschen fermentieren?

Fermentation ist eine uralte Technik, um Lebensmittel länger haltbar zu machen. Es gibt verschiedene Arten zu fermentieren: Bei der Milchsäure-Fermentation, mit der auch unsere Radieschen fermentiert werden, verwandeln Milchsäurebakterien den in den Radieschen enthaltenen Zucker zu Milchsäure.

Milchsäurebakterien wiederum sorgen für ein gutes Darmklima. Ein Grund mehr, die Radieschen-Schwemme im eigenen Garten oder auf dem Bauernmarkt auszunutzen und die roten Vitaminbomben über die Saison hinaus weiter zu verarbeiten.

Durch Fermentation kann Gemüse länger haltbar gemacht werden. Zudem sind fermentierte Lebensmittel durch die enthaltenen Milchsäurebakterien besonders gesund. Sie sorgen nicht nur für den typischen spritzi-säuerlichen Geschmack fermentierter Lebensmittel, sondern erfreuen auch ganz besonders unseren Darm.

Radieschen fermentieren

Radieschen fermentieren: Die Zutaten

Für ein Glas fermentierte Radieschen (3/4 Liter Fassungsvermögen) brauchst du:

Fermentierte Radieschen
Fermentierte Radieschen
Fermentierte Radieschen

Radieschen fermentieren: Rezept

Nach 21 Tagen sind die Radieschen fertig fermentiert und du kannst sie als Beilage zu Salat, Ofengemüse oder einfach als Snack zwischendurch genießen. Das angebrochene Glas solltest du im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.

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Zero Waste Tipp: Pesto aus Radieschengrün

Beim Fermentieren von Radieschen bleibt jede Menge Radieschengrün übrig. Diesen wertvollen Gemüsebestandteil musst du nicht wegwerfen, sondern kannst es zu schmackhaftem Pesto weiterverarbeiten. Wem der Geschmack von Radieschenblättern allein zu intensiv ist, kann auch Spinatblätter mit ins Pesto mischen.

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