Tomaten einkochen

Viele bunte Tomaten auf einem Teller

Tomaten einkochen leicht gemacht! Hier erfährst du nicht nur, wie du Tomatensauce ganz einfach selbermachen kannst, sondern auch wie du sie für längere Haltbarkeit einkochst.

Der August ist die ideale Zeit, um Tomaten einzukochen. Denn nun sind die leckeren Vitaminbomben nicht nur regional erhältlich, sondern auch geschmacklich ganz besonders intensiv. 

Um Tomaten einzkochen, eignen sich am besten kernarme Sorten mit viel Fruchtfleisch in Bioqualität. Viele Bioläden oder Bauernmärkte haben in der Sommerzeit Einkochtomaten im Sortiment. Frag einfach nach, welche Sorte sich am besten eignet. 

Die ideale Tomate zum Einkochen sollte zwar etwas weich und saftig, aber noch nicht “drüber” – also nicht knapp vor dem Verderben – sein. Sind deine Tomaten nach dem Kauf noch etwas fester, kannst du sie ruhig noch ein paar Tage bei dir zu Hause liegen und nachreifen lassen, dann werden sie weicher. Lege dafür die Tomaten einzeln auf einem Tuch auf (nicht stapeln oder im Kühlschrank aufbewahren) und prüfe jeden Tag, wie weich sie schon sind. Sind die Tomaten gerade noch bissfest, aber beim Aufschneiden innen weich und saftig, kann es mit dem Einkochen losgehen! 

Um die ganze Frucht bestmöglich zu verwerten, verzichte darauf, die Tomaten vor dem Einkochen zu passieren, sondern verwende sowohl Schale als auch Kerne mit. So wird nichts verschwendet!

Schwarz-weiß Grafik zweier Tomaten

Zutaten: Tomatensauce

Für etwa 3 Liter Tomatensauce brauchst du:

• 3 kg saftige Einkochtomaten
• 1 Chilischote (optional)
• 1 Zwiebel
• 3 Knoblauchzehen
• Etwas Olivenöl
• Getrocknete Kräuter (z.B. Oregano, Basilikum, Thymian)
• Etwas Salz und Pfeffer
• Sterile Flaschen oder Schraubverschlussgläser (z.B. alte Passataflaschen oder Gurkengläser)

Tomatensauce: Die Zubereitung

Vorbereitung: Bevor du mit der Zubereitung der Tomatensauce beginnst, stelle deine Gläser oder Flaschen zum Abfüllen der fertigen Sauce bereit. Die Flaschen, Gläser und Deckel sollten steril sein (am besten vorher 10 Minuten lang in sprudelnd kochendem Wasser auskochen).

Achte unbedingt darauf, dass die Deckel richtig schließen und nicht ausgeleiert sind. Hast du ein altes Schraubverschlussglas zum Beispiel schon einmal mit einem Messer geöffnet, ist der Deckel leider nicht mehr brauchbar. Wenn die Deckel nicht richtig schließen, kann sich beim Einkochen kein Vakuum bilden und die Tomatensauce verdirbt dir. Im Zweifelsfall solltest du lieber neue Deckel besorgen – du musst deswegen auch nicht gleich die ganzen Gläser austauschen. Es eignen sich allerdings auch Drahtbügelgläser oder Einweckgläser (Rexgläser) mit entsprechendem Gummi (auch der sollte neu sein).

Zero Waste Rezeptideen

Tomatensauce einkochen: So geht's

Vorbereitung: Heize den Backofen schon zu Beginn auf 150°C Heißluft vor. Fülle ein tiefes Backblech mit Wasser und stelle es in den Ofen. Wenn du kein tiefes Backblech hast, verwende einfach eine große Auflaufform.

Löffel

Bei Schrauberschlussgläsern kannst du mit dem Linealtest herausfinden, ob das Einkochen geklappt hat: Stelle dazu am Tag nach dem Einkochen ein Holzlineal waagrecht mit der schmalen Kante auf die abgekühlten Deckel. Hat zwischen Lineal und Deckelmitte eine Ameise Platz, hat sich ein Vakuum gebildet und deine Tomatensauce ist richtig eingekocht.

Eine Hand hält eine große Tomate
Tomatensauce in Schraubverschlussgläsern
Viele bunte Tomaten auf einem Teller
Trennlinie

Tomaten einkochen: Zero Waste Tipps

• In den Sommermonaten sind Tomaten aus regionalem Anbau erhältlich. Unterstütze deinen Bioladen, Bauernmarkt oder Gemüsebauern next door, indem du die Tomaten dort anstatt in großen Supermärkten kaufst.
• Um Verpackung zu sparen, habe dein eigenes Körbchen oder mehrere Jutebeutel mit dabei. Teile die Tomaten am besten auf mehrere Körbchen oder Beutel auf, damit sie sich nicht gegenseitig zerdrücken.

Trennlinie

FAQs Tomatensauce einkochen

Zum Einkochen von Tomatensauce eignen sich sowohl Schraubverschlussgläser als auch klassische Weckgläser mit Gummi und Klammern oder Drahbügelgläser. Wenn du Schraubverschlussgläser verwendest, achte darauf, dass die Deckel neu sind und gut schließen. Hast du ein Schraubverschlussglas zum Beispiel schon einmal mit einem Messer geöffnet, schließt der Deckel nicht mehr richtig und es kann sich beim Einkochen kein Vakuum bilden. Wenn du Drahtbügelgläser oder Einweckgläser verwendest, achte darauf, einen neuen Gummi zu verwenden und schaue nach, welche Einkochtemperaturen der Gummi aushält.

Das kann mehrere Gründe haben. Überprüfe als erstes die Deckel deiner Gläser (siehe oben). Halte dich unbedingt an die Einkochzeit von 90 Minuten. Sie beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem in deinen Gläsern Bläschen aufsteigen. Zur Kontrolle kannst du ein Glas Wasser in mit in den Backofen stellen, um den Siedepunkt besser kontrollieren zu können. Zwiebel und Knoblauch bilden Gärstoffe und müssen gut durchgegart werden, damit die Deckel deiner Gläser sich nach dem Einkochen nicht öffnen. Auch frische Petersilie kann Gärstoffe bilden und dazu führen, dass deine Gläser aufgehen. Greife daher lieber auf getrocknete Kräuter zurück.

Lagere deine selbstgemachte Tomatensauce nach dem Einkochen kühl und dunkel. So hält sie sich mehrere Monate.

Wenn du einen Tiefkühler hast, kannst du die Tomatensauce auch in Gläsern einfrieren und einfach bei Bedarf rechtzeitig ein Gläschen aus dem Tiefkühler nehmen. So sparst du dir das Einkochen. Einfach die heiße Tomatensauce in saubere Gläser einfüllen, abkühlen lassen und einfrieren. Lasse im Glas unbedingt nach oben hin etwas Platz, denn Gefriergut dehnt sich beim Einfrieren aus.

Einige Zutaten können Gärstoffe bilden und dazu führen, dass deine Tomatensauce sich öffnet. Achte darauf, dass Zwiebel und Knoblauch gut durchgegart sind. Vorsicht gilt zum Beispiel bei frischer Petersilie. Greife hier lieber auf die getrocknete oder gerebelte Variante zurück. Auch bei Suppenwürze ist Vorsicht geboten – häufig sind Hefen oder Parmesan darin enthalten, die dazu führen, dass die Tomatensauce gärt und deine Gläser aufgehen. Zum Anbraten der Zwiebel verwende keinesfalls Butter, sondern Olivenöl.

Bei Schrauberschlussgläsern kannst du mit dem Linealtest herausfinden, ob das Einkochen geklappt hat: Stelle dazu am Tag nach dem Einkochen ein Holzlineal waagrecht mit der schmalen Kante auf die abgekühlten Deckel. Hat zwischen Lineal und Deckelmitte eine Ameise Platz, hat sich ein Vakuum gebildet und deine Tomatensauce ist richtig eingekocht.​

Was dich noch interessieren könnte

Eierschwammerlsauce mit Semmelknödeln

Rezept für eine köstliche Eierschwammerlsauce mit luftig-lockeren Semmelknödeln.

Wiesenkekse

Wiesenkekse sehen nicht nur hübsch aus, sondern schmecken auch einfach herrlich – ob zum Nachmittagskaffee oder als kleines Betthupferl.
Share It !
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on email