Oxymel – Rezept, Anwendung & Herstellung

Oxymel (auch “Sauerhonig” genannt) gilt als natürliches Heil- und Stärkungsmittel. Hier findest du zwei einfache Rezepte zum Selbermachen.

Oxymel

Inhaltsverzeichnis

Hättest du geglaubt, dass du deinem Immunsystem in der kalten Jahreszeit mit nur ein paar natürlichen Zutaten unter die Arme greifen kannst? Und die meisten Zutaten für selbstgemachtes Oxymel hast du vermutlich schon bei dir zu Hause. Doch nicht nur im Winter ist oxymel förderlich für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden.

Aber einmal von Anfang an: Was ist Oxymel eigentlich? Wie kannst du es herstellen? Und vor allem: Wie wirkt es?

Oxymel: Ein natürliches Heil- und Stärkungsmittel

Oxymel gilt als ein natürliches Heil- und Stärkungsmittel. Früher wurde es vielerorts sogar als Arznei angewendet. Kein Wunder: Denn dem auch als “Sauerhonig” bezeichneten Trunk werden verdauungsfördernde, desinfizierende, antibakterielle und sogar wundheilende Eigenschaften zugeschrieben. Da Oxymel basisch verstoffwechselt wird, ist es zudem auch noch gut bekömmlich und für eine basische Ernährungsweise geeignet.*

Oxymel - Die Zutaten

Die Grundzutaten von Oxymel sind denkbar einfach – Essig und Honig. Klassischerweise werden auch Kräuter und Gewürze zugegeben. Gerade in der kalten Jahreszeit eignen sich solche, die antibakteriell und desinfizierend wirken, die Schleimbildung fördern oder sonstwie die Atemwege und das Immunsystem unterstützen, z.B. Salbei, Hagebutten, Ingwer, Thymian, Kurkuma, Zimt oder Gewürznelken.

Von den Grundzutaten Essig und Honig abgesehen kannst du die Zutaten für Oxymel sehr individuell zusammenstellen. Ideal also, um deinen ganz persönlichen Immunbooster selber zu machen oder Freunde mit einem gesunden Geschenk zu überraschen!

Oxymel Kräuter

Je nach Jahreszeit und individuellem Bedürfnis kannst du dir dein Oxymal mit unterschiedlichen Kräutern und Gewürzen zusammenstellen. Hier findest du dafür ein paar Anregungen.

Schwarz-weiß Zeichnung von zwei Einkochgläsern mit Schraubdeckel

Oxymel Herstellung

Essig und Honig werden in einem großen Glas mit ca. 1 Liter Fassungsvermögen miteinander vermengt. Im Anschluss werden die übrigen Zutaten hinzugefügt. Dafür musst du ordentlich rühren oder das verschlossene Glas gut schütteln, damit sich der Honig gut im Essig auflösen kann.

Das Oxymel muss nun für ca. 6-8 Wochen ziehen. In dieser Zeit täglich schwenken, damit sich die Inhaltsstoffe aus den festen Zutaten lösen und sich kein Schimmel bildet. Danach kannst du die verwendeten Früchte, Kräuter und Kräuter einfach absieben.

Zero Waste Tipp: Die abgesiebten Zutaten musst du nicht wegwerfen, sondern kannst sie trocknen und nochmals verwenden, z.B. Hagebutten, Ingwer und Kräuter für eine stärkende Tasse Tee. 🍵

Oxymel Einnahme

Täglich 2-3 EL Oxymel in einem Glas Wasser aufgelöst trinken, am besten ca. 1/2 h vor dem Essen. Oxymel kann sowohl kurmäßig für einige Wochen, als auch regelmäßig ganzjährig angewendet werden.

Hagebutten

Oxymel Rezepte

Hier findest du Rezepte für Hagebutten-Oxymel und für Ingwer-Oxymel.

Rezept für Oxymel mit Hagebutten

• 500 g Honig⁠
• 250 g Bio-Apfelessig⁠
• 1-2 Handvoll Hagebutten ⁠
• 1 daumengroßes Stück Ingwer ⁠
• 3 Zimtstangen⁠
• Etwas frischer Thymian und Salbei
• 1 verschließbares Glas (ca. 1 Liter) ⁠

Für das Hagebutten-Oxymel die Hagebutten halbieren, die Kräuter klein schneiden. Honig und Essig in ein sauberes (vorher auskochen!) Glas füllen und vermischen, danach die restlichen Zutaten hinzugeben und gut vermengen.

Ziehdauer: 6-8 Wochen, dabei täglich schwenken.

Hagebutten-Oxymel
Hagebutten-Oxymel
Hagebutten-Oxymel

Rezept für Ingwer Oxymel

• 500 g Honig⁠
• 250 g Bio-Apfelessig⁠
• 50 g frischer Bio-Ingwer⁠
• Etwas Salbei (frisch oder getrocknet) ⁠
• 1 Bio-Zitrone⁠
• 1 verschließbares Glas (ca. 1 Liter) ⁠

Den Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden. Honig und Essig in ein sauberes (vorher auskochen!) Glas füllen und vermischen. Die Zitrone auspressen und den Saft ins Glas geben, anschließend die Schale einer Zitronenhälfte reiben und ebenfalls hinzufügen. Den Salbei unterrühren und alle Zutaten gut miteinander vermengen. ⁠

Ziehdauer: 6-8 Wochen, dabei täglich schwenken.

Ingwer-Oxymel
Ingwer-Oxymel
Ingwer-Oxymel

Häufige Fragen zu Oxymel

Oxymel, “Honigessig” oder auch “Sauerhonig” genannt, ist ein natürliches Heil- und Stärkungsmittel. Wie der Name bereits verrät, besteht es aus lediglich zwei Grundzutaten – Essig und Honig. Apfelessig wirkt dabei antibakteriell und wirkt wie ein natürliches Elektrolyt, da er den Körper mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen versorgt. Es wird ihm auch eine das Immunsystem fördernde Wirkung nachgesagt. Auch Haut, Haare und Nägel profitieren von dem Allrounder. Honig hat ebenfalls eine antibakterielle Wirkung, unterstützt die Darmflora und bremst die Vermehrung von Keimen. Zusätzlich können dem Oxymel weitere Zutaten beigemengt werden – z.B. Gewürze oder saisonale Kräuter – z.B. Ingwer, Hagebutten, Salbei, Thymian etc.

Von den Grundzutaten Essig und Honig abgesehen kannst du die Zutaten für Oxymel sehr individuell zusammenstellen. Ideal also, um deinen ganz persönlichen Immunbooster selber zu machen oder Freunde mit einem gesunden Geschenk zu überraschen! Hier ein paar Ideen: 

Oxymel für die Atemwege: Salbei, Thymian, Spitzwegerich 

Oymel für das Immunsystem: Ingwer, Kurkuma, Hagebutten, Zitrone

Oxymel bei Erkältung und Fieber: Holunderblüte, Hagebutte

Oxymel als Frühjahrskur: Junge Brennnesseltriebe, Gundelrebe, Gänseblümchen 

Oxymel für die Wechseljahre: Rotklee, Ringelblume, Schafgarbe, Salbei

Oxymel für Ruhe und guten Schlaf: Lavendel, Johanniskraut, Kamille

Erfrischendes Oxymel: Minze, Melisse, 

Ja. Denn die Hauptzutaten von Oxymel – Honig und Apfelessig – gelten beide als förderlich für eine gesunde Darmflora. Apfelessig wirkt antibakteriell und kann schädliche Darmbakterien abtöten. Darüber hinaus unterstützt er bei Verdauungsbeschwerden oder Verstopfungen. Honig hat ebenfalls eine antibakterielle Wirkung, unterstützt die Darmflora und bremst die Vermehrung von Keimen.

Ja, Oxymel kann deine Gesundheit und dein Wohlbefinden unterstützen. Denn durch die Hauptzutaten Essig und Honig hat Oxymel verdauungsfördernde, desinfizierende, antibakterielle und sogar wundheilende Eigenschaften. Da Oxymel basisch verstoffwechselt wird, ist es zudem auch noch gut bekömmlich und für eine basische Ernährungsweise geeignet.*

 

Wenn du deinen Körper also beim Detoxen unterstützen möchtest, ist der Griff zu Oxymel nicht verkehrt. Für eine Frühjahrskur und extra Detox-Boost kannst du deinem Oxymel noch frische Brennenesseltriebe hinzufügen. Diese enthalten im Frühjahr besonders viele Mineralstoffe wie z.B. Eisen und wirken entwässernd.

Essig und Honig werden in einem großen Glas mit ca. 1 Liter Fassungsvermögen miteinander vermengt. Im Anschluss werden die übrigen Zutaten hinzugefügt. Dafür musst du ordentlich rühren oder das verschlossene Glas gut schütteln, damit sich der Honig gut im Essig auflösen kann. Das Oxymel muss nun für ca. 6-8 Wochen ziehen. In dieser Zeit täglich schwenken, damit sich die Inhaltsstoffe aus den festen Zutaten lösen und sich kein Schimmel bildet. Danach kannst du die verwendeten Früchte, Kräuter und Kräuter einfach absieben. Weiter oben in diesem Beiträg erfährst du alles über Mengen und Mischverhältnis.

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